Mais richtig kochen

Mais kochen zum karpfenangeln

Mais ist ein hervorragender Köder zum Karpfenangeln und Anfüttern. Der Mais muss dafür richtig vorbereitet werden. Wir erklären dir in diesem Beitrag, wie du Mais kochen kannst und ihn erfolgreich zum Karpfenangeln einsetzen kannst!

Vor der Boilie-Erfindung war der Mais einer der erfolgreichsten Köder zum Karpfenangeln. Seither wird er zumeist nur noch zum Anfüttern verwendet. Zu Unrecht! Bei Karpfen ist die Liebe zum Mais und anderen Partikelködern nach wie vor ungebrochen. Man hört nicht unbedingt selten, dass auch sehr kapitale Fische auf Mais gefangen werden. 

Zum Angeln auf Karpfen eignet sich Hartmais. Dieser ist sehr günstig und lässt sich bspw. in Genossenschaften oder direkt vom Bauern erwerben.

Solange du den Hartmais trocken und dunkel lagerst, kannst du ihn sehr gut auch über mehrere Jahre aufbewahren. 

In diesem Abschnitt möchten wir dir das richtige Zubereiten von Mais als Futtermittel und auch als Hakenköder erläutern.

Wie kocht man Mais zum Karpfenangeln?

Zunächst nimmst du einen Behälter (z. B. einen Eimer oder großen Kochtopf) und füllst ihn mit der gewünschten Menge an Mais auf. Wichtig dabei ist, pro Behälter ordentlich Platz zum Quellen zu lassen. In unserem Beispiel füllen wir etwa 1/3 der Behältergröße mit Mais auf. 

Hartmais muss vor dem Kochen eingewciht werden, damit er zum Karpfenangeln genutzt werden kann
Hartmais muss vor dem Kochen eingeweicht werden, damit er zum Karpfenangeln genutzt werden kann.

Danach füllst du den Behälter mit einfachem Leitungswasser und lässt ihn 24 Stunden stehen. Dabei kann der Mais auch gut und gerne 2-3 Tage im Wasser liegen, mach es einfach so wie es deine Zeit zulässt.

Der Mais hat genug Wasser zum Quillen
Der Mais hat genug Wasser zum Quellen.

Solltest du das erste Mal Mais kochen, überprüfe in dieser Zeit ein, zwei Mal den Wasserpegel – der Mais saugt sich voll und sollte stets mit Wasser bedeckt sein. 
Nach einem Tag sieht das Ergebnis dann so aus:

Nach 24h ist der Hartmais richtig aufgequollen
Nach 24 Stunden ist der Hartmais richtig auf gequollen.

Jetzt kannst du den Mais kochen. Verwende am besten direkt das Wasser in dem der Mais liegt, darin haben sich schon ordentlich Aromen ausgewaschen! 

Lass den Mais jetzt 30-60 Minuten köcheln und rühre in ab und an durch. Das verhindert das der untere Teil am Topf anbrennt und sorgt für eine gleichmäßige Wärme- und Wasserversorgung für den Mais. 

Man kann beim Mais kochen allerlei Stoffe, wie Zucker, Salz, Chilipulver usw. mit ins Wasser geben. Ich persönlich verzichte mittlerweile darauf, weil ich es für unnötig erachte. 

Der Mais ist fertig, wenn ihr ihn mit den Fingern gut zerdrücken könnt und im Inneren nichts bzw. nur noch ein kleiner Rest weißlich und hart ist.

Den Mais mit den Fingern zerdrückt – Nicht alle Körner werden exakt den gleichen Härtegrad haben – das ist aber kein Problem
Den Mais mit den Fingern zerdrückt: Nicht alle Körner werden exakt den gleichen Härtegrad haben – das ist aber kein Problem.

Den gekochten Hartmais ziehen lassen

Jetzt kommt der eigentlich wichtige Teil: Lass den Mais ordentlich nachziehen! Hierbei ist entscheidend, dass du das Wasser nicht abkippst. Du benutzt das Kochwasser (je nach Zielbehälter vorher abkühlen lassen!), um den Mais ziehen zu lassen.

Nach 2-3 Tagen (Je nach Außen- bzw. Lagertemperatur) entwickelt der Mais einen immer kräftigeren Geruch. Ich lagere ihn mit geschlossenem Deckel. Offen funktioniert das auch, solange es nicht zu warm ist, sodass das Wasser oder der Sud verdunstet. Du kannst den Mais ab und zu umrühren, es ist aber auch nicht so wild, wenn du ihn einfach in seinem Saft stehen lässt.

Zurück im Zielbehälter – Deckel drauf und gären lassen
Zurück im Zielbehälter: Deckel drauf und gären lassen. 

Stell sicher, dass du ihn z. B. im Keller, einer Garage oder auf einem Balkon ziehen lässt. Die Wohnung ist in der Regel kein guter Ort dafür.

Der Sud bzw. das Wasser im Behälter sollte mit der Zeit immer dickflüssiger werden und der Mais sollte zunehmend riechen.

Der Mais riecht nach einigen Tagen recht stark. Außerdem sollte sich etwas Schaum bzw. Sud bilden.

Unten rechts: Die milchartige Flüssigkeit ist beim Kochen entstanden – so kann der Mais bis zum Füttern und Angeln gelagert werden!
Unten rechts: Beim Kochen ist der milchartige Sud entstanden – so kann der Mais bis zum Füttern und Angeln gelagert werden!

Ab jetzt kannst du den Mais verwenden! Man kann ihn jetzt (je nach Außen- bzw. Lagertemperatur) locker 2-3 Wochen stehen lassen bevor er anfängt zu schimmeln. Bei Langzeit-Futteraktionen sollte man nach und nach immer mal wieder etwas Mais vorbereiten. Wenn du mehr über Futtertaktiken erfahren willst und wie du einen Langzeitfutterplatz anlegst, haben wir hier einen interessanten Beitrag für dich.

Wenn du den Mais als Hakenköder verwenden möchtest, sollte er noch hart genug sein, um ihn auf ein Haar zu ziehen. 

Der anfallende Sud eignet sich übrigens hervorragend für Futtermixe!

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Verkippter Sud: Da ich nur den Mais per Futterrakete platziert habe, habe ich den Rest zur Veranschaulichung mal „verkippt“. Eine Verschwendung!

Hartmais kaufen

Du musst nicht viel Geld für Hartmais zum Karpfenangeln ausgeben. Du kannst den Mais z.B. in einer Genossenschaft für kleines Geld in bspw. 25kg Säcken kaufen. Oft lohnt sich ein Einkauf in der Genossenschaft, anstatt den Mais im Angelladen zu kaufen.


Christian

Christian Röhrs, passionierter Karpfenangler.

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